Industrie

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Was in der Werkhalle entsteht, sehen Käufer sonst nur vor Ort. Eine virtuelle Besichtigung bringt die Halle zu ihnen.

Mit einer virtuellen Betriebsbesichtigung von CONCEPT360 in Winterthur sehen Käufer, Partner und künftige Lernende, wie ein Industriebetrieb in der Schweiz fertigt: Werkhallen, Montage, Produkte in ihren Bauphasen. Für Stadler Rail entstand ein Rundgang durch die Produktion in Bussnang. Das Studio besteht seit 2005 und begleitet solche Einblicke von der ersten Begehung bis zum Einsatz, ohne dass Know-how nach aussen dringt.

Ihre Ausgangslage

Sie verantworten Marketing, Kommunikation, Vertrieb oder Berufsbildung in einem Industriebetrieb.

  • Ihre Kunden wollen die Fertigung sehen, aber nicht anreisen.
  • Ihr Produkt passt nicht an den Stand: eine Anlage, eine Linie.
  • Jugendliche kennen Ihre Werkhalle höchstens vom Schnuppern.
  • Ihr Produkt arbeitet im Gebirge, wo es kaum ein Käufer sieht.

Ein Projekt

Stadler Rail / Blick in die Produktion

Der interaktive Rundgang zeigt, wie Stadler Rail in Bussnang Züge baut: Werkhallen, Fahrzeuge in verschiedenen Bauphasen und das Innere der Züge, vom Rohbau bis zum fertigen Fahrgastraum. Stadler zeigte den Rundgang auf der eigenen Website; intern dienten die Bilder einem Prototyp, der Aufnahmen in hoher Qualität verlangte.

  • AuftraggeberStadler Rail

Was eine Besichtigung leistet

  • Die ganze Halle auf einen Blick.

    Abläufe, Zusammenhänge und Grössenverhältnisse werden sichtbar, und jeder wählt die Blickrichtung selbst.

  • Verkauf ohne Reise.

    Käufer und Delegationen sehen die Fertigung vor dem Besuch oder ganz ohne Reise. An der Messe ist so auch zu sehen, was nicht an den Stand passt.

  • Nachwuchs.

    An der Berufsmesse und auf der Karriereseite zeigt ein Rundgang den Arbeitsplatz selbst, nicht nur den Beruf.

  • Räume gestalten.

    Ein Panorama des eigenen Werks oder Standorts prägt Empfang und Sitzungszimmer.

  • Das Produkt am Einsatzort.

    Seilbahn, Zahnradbahn oder Kraftwerkstechnik lassen sich dort zeigen, wo sie arbeiten: im Hochgebirge und aus der Luft, wenn nötig mit eigens gebauten Kamerasystemen.

  • Das Areal von oben.

    Ein Werkareal mit Hallen, Lager und Gleisanschluss zeigt sich von oben als Ganzes. Ein Rundbild aus der Luft kann die Besichtigung eröffnen, bevor der Rundgang in die Halle führt. Was nicht zu sehen sein soll, wird vor der Aufnahme festgelegt, wie bei der Besichtigung am Boden.

Weitere Arbeiten

  • Aus anderen Branchen, mit demselben Zweck:

  • Clear Channel / Sales-Tool

    Clear Channel

    Werbeflächen an Bahnhofstrasse und Paradeplatz als Verkaufsinstrument, jeder Standort online einzeln aufrufbar.

  • Mammut / Sitzungszimmer

    Mammut Sports Group

    Am Hauptsitz in Seon lief ein Gipfelpanorama rundum über die Wände eines Sitzungszimmers.

Formate

  • virtueller Rundgang

    die Betriebsbesichtigung im Browser, mit Stationen, Texten und Sprachen; für Website, Verkaufsgespräch und Berufsmesse.

  • 360°-Video

    ein Ablauf oder ein Produkt im Einsatz als Film, in dem man sich selbst umschaut; für Messe und Präsentation.

  • Gigapixel-Panorama

    die Wand in Empfang und Sitzungszimmer, vor der man auf einen Meter herantritt, oder die Zoom-Station an der Messe.

Ablauf

  1. 01 Erstgespräch: Messe, Website, Berufsmesse oder Eröffnung, dazu Publikum und Sprachen.

  2. 02 Begehung und Freigaben: Standpunkte, Sicherheitsregeln, vertrauliche Bereiche, Geheimhaltungsvereinbarung.

  3. 03 Aufnahme: nach dem Plan der Werkleitung und mit der Arbeitssicherheit.

  4. 04 Aufbereitung: Rundgang, Film oder Wand, mit Sprachfassungen; Freigabe durch Kommunikation, Werkleitung und Recht.

  5. 05 Einsatz: Website, Verkaufsgespräch, Messe, Berufsmesse, Empfang; erweiterbar, wenn Hallen oder Linien dazukommen.

Rahmen

  • Passend für erklärungsbedürftige Produkte, internationalen Vertrieb, Bedarf an Nachwuchs und Produkte, die im Gebirge arbeiten.

  • Vermessung, Planungsmodelle und technische Simulation gehören nicht zum Angebot.

  • Das letzte Wort über jedes Bild hat der Betrieb.

Fragen

  • Wie bleiben vertrauliche Bereiche und Produkte von Bestellern geschützt?

    Freigaben werden vor der Aufnahme und vor jeder Veröffentlichung geklärt. Vertrauliches bleibt ausserhalb des Bildes oder in einer nicht öffentlichen Fassung. Standpunkte werden so gewählt, dass Produkte von Bestellern nicht ungefragt im Vordergrund stehen. Wer im Bild erkennbar ist, hat vorher zugestimmt.

  • Wo kommt eine virtuelle Betriebsbesichtigung zum Einsatz?

    Überall dort, wo die Fertigung gezeigt, aber nicht besucht werden kann: auf der Website, an der Messe, im Verkaufsgespräch, an der Berufsmesse. Sie bereitet den Besuch im Werk vor und ergänzt ihn. Wer das Werk aus Gründen der Hygiene oder Sicherheit nicht betreten darf, sieht die Fertigung so trotzdem.

  • Muss die Linie für die Aufnahme stillstehen?

    Das entscheidet die Werkleitung zusammen mit dem Studio. Aufgenommen wird bei Stillstand, in Randzeiten oder am Wochenende; läuft die Linie, richten sich die Standpunkte nach den Regeln der Arbeitssicherheit. Wie viele Standpunkte und Aufnahmetage es braucht, zeigt die Begehung.

  • Lassen sich die Aufnahmen auch intern nutzen, etwa in Entwicklung oder Schulung?

    Ja, wenn Zweck und Freigabe vor der Aufnahme vereinbart sind. Bei Stadler Rail dienten die Bilder neben dem Rundgang auf der Website auch einem internen Prototyp. Eine interne Fassung kann zeigen, was öffentlich nicht ins Bild darf.

  • Lässt sich die Besichtigung für Exportmärkte mehrsprachig ausspielen?

    Ja. Texte und Stationen werden pro Sprache erstellt, damit Vertrieb und Ländergesellschaften die Besichtigung in ihrer Sprache zeigen können. Welche Sprachen es braucht, legt der Vertrieb zu Beginn fest.

  • Wie unterstützt eine virtuelle Betriebsbesichtigung die Suche nach Lernenden und Fachkräften?

    Sie zeigt Lernenden und Fachkräften ihre künftigen Arbeitsplätze in Werkhalle und Montage, bevor sie zum Schnuppern oder zum Gespräch kommen. Wie Arbeitgeber anderer Branchen Rundgänge in der Personalgewinnung einsetzen, steht unter Employer Branding. Was im Bild erscheint, stimmen HR, Berufsbildung und Werkleitung gemeinsam ab.

  • Was unterscheidet eine virtuelle Betriebsbesichtigung von einem Hallenscan?

    Ein Hallenscan vermisst die Fertigung. Eine virtuelle Betriebsbesichtigung führt durch sie, Station für Station, mit Erklärungen dort, wo das Bild allein nicht genügt. Bei Stadler Rail führt der Rundgang von den Werkhallen bis ins Innere der Züge. Wer Daten für Planung und Layout braucht, ist mit einem Scan besser bedient; beides kann sich ergänzen.

  • Lassen sich Produkte auch dort zeigen, wo sie arbeiten, etwa im Gebirge?

    Ja, auch dort, wohin kaum ein Käufer reist: Seilbahn, Zahnradbahn, Schutzbau, Kraftwerkstechnik. Der Film zu Mammut «Eiger Extreme» entstand an dem Berg, nach dem die Kollektion benannt ist; für die Luftbilder hing die Kamera an einem Seil unter einem Helikopter. Wie Hersteller Aufnahmen aus der Bauzeit einer Anlage mitnutzen können, steht unter Bauzeit festhalten.

Die meisten Aufträge beginnen mit einer Frage.
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