Gigapixel-Panorama
Gigapixel-Panoramen im Auftrag: für Ausstellungen und Rotunden, für Wände, die aus der Nähe betrachtet werden, und für Zoom-Stationen, an denen jeder selbst ins Detail geht.
CONCEPT360 in Winterthur fotografiert Gigapixel-Panoramen für Museen, Ausstellungen und Unternehmen und plant von Beginn an mit, wo und wie das Bild gezeigt wird. Die ersten entstanden für die Ausstellung «Alpenpanoramen» des Schweizerischen Nationalmuseums. Ob ein Projekt diese Auflösung wirklich braucht, hängt davon ab, wie nah die Besucher ans Bild herantreten, was die Druckerei verlangt und ob gezoomt wird.
Ausgewählte Arbeiten

Nationalmuseum «Alpenpanoramen»
Für die Ausstellung zur Panoramafotografie im Forum der Schweizer Geschichte in Schwyz wurden 15 Gipfel in Gigapixel-Auflösung fotografiert, von der Rigi bis zur Dufourspitze. Gezeigt wurden die Rundumsichten in einer begehbaren Rotunde von zwölf Metern Durchmesser.
- AuftraggeberSchweizerisches Nationalmuseum

Mammut «150 Peaks»
Zum Auftakt des Mammut-Jubiläums fotografierte Robert Bösch auf dem Ewigschneefeld eine Weltkarte aus Menschen in Rot. Parallel dazu entstand in 15 Minuten ein Rundbild vom Set, so hoch aufgelöst, dass jedes Gesicht zu erkennen ist. Mit Bildern aus diesem Auftrag wurde später ein Sitzungszimmer bei Mammut gestaltet.

Synagoge Basel
Der neobyzantinische Bau von 1868 ist Kulturgut von nationaler Bedeutung. Der Betsaal wurde vom Boden aus hochaufgelöst fotografiert, bis hinauf zur bemalten Decke, an die man sonst kaum herankommt.
Was ein Gigapixel-Panorama leistet
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Besucher wählen den Massstab.
An der Bildstation im Gletschergarten Luzern wurde aus einem Punkt am Grat ein Bergsteiger mit Pickel und Steigeisen.
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Eine Aufnahme, mehrere Flächen.
Das Original reicht für weitere Ausschnitte. Dafür muss niemand noch einmal zum Standpunkt zurück.
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Ein Dokument für später.
Auf die Aufnahmen der Synagoge Basel von 2012 griffen später die Restaurierungsarbeiten zurück.
Wofür
Für Kuratorium und Szenografie, Innenarchitektur und Messebau-Grafik, Marketing, Unternehmenskommunikation und Druckvorstufe.
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Ausstellung und Rotunde.
Rundbilder, die die Besucher umgeben, gedruckt oder projiziert. Auf Wunsch steht daneben eine Bildstation, an der sich einzelne Ausschnitte heranzoomen lassen.
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Wände aus der Nähe.
Ein Strassenplakat wird aus Distanz gesehen und kommt mit rund 35 Megapixeln aus. Vor einer Ausstellungswand, im Empfang, in der Lobby, im Sitzungszimmer oder unter einer Spanndecke stehen die Leute dagegen einen Meter vor dem Bild. Eine Wand von 6 × 3 Metern braucht dann 140 bis 280 Megapixel; die Reserve im Original reicht für weitere Ausschnitte.
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Fassade und Riesenposter.
Hier gibt die Druckerei den Ausschlag, nicht das Auge. Üblich sind 50 ppi im Endformat, für 15 × 20 Meter also knapp 1,2 Gigapixel.
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Zoom-Station und Browser.
Wer zoomt, bestimmt den Massstab selbst. Mehr Auflösung zahlt sich hier immer aus, weil jedes zusätzliche Detail beim Hineinzoomen sichtbar wird.
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Aus der Luft.
Wo am Boden kein Standpunkt den Überblick gibt, entsteht das Rundbild aus der Luft: über einem Tal, einem Areal oder einer Baustelle. Die Auflösung liegt dann in der Regel unter der einer Aufnahme vom Stativ. Ob sie für Wand, Druck oder Zoom-Station reicht, wird vor dem Flug geklärt.
Weitere Arbeiten
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Gletschergarten «Top of the Alps»
Gletschergarten LuzernGigapixel-Panoramen in drei begehbaren Rotunden, dazu eine Zoom-Station mit Touchscreen.
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Nidwaldner Museum «Alpenpanoramen»
Nidwaldner Museumeine begehbare Rotunde mit dem Panorama vom Aebihorn.
Ablauf
01 Klären: Fläche, Betrachtungsabstand oder Zoom, Druckvorgabe und Nutzung. Daraus ergibt sich die nötige Auflösung.
02 Standpunkt: Ort, Blickrichtung, Tageszeit, Zugang, Bewilligungen.
03 Aufnahme: Hunderte Einzelbilder in Reihen, bei passendem Wetter.
04 Verarbeitung: Zusammensetzen, Retusche, Farbe, Ausschnitte.
05 Ausgabe: Druckdaten nach Vorgabe der Druckerei, Kachelpyramide für den Zoom.
06 Einsatz: Druck und Montage zusammen mit Druckerei und Ausstellungs- oder Messebau, dazu Bildstation oder Website.
Rahmen
Für Bildschirm und Social Media genügt oft eine gute Einzelaufnahme. Dann rät das Studio auch dazu.
Panoramen entstehen hier im Auftrag. Alpenpanoramen aus dem Archiv gibt es bei matthias-taugwalder.com.
Erkennbare Personen erscheinen nur mit Einwilligung.
Haltung
Kein Format ist Selbstzweck.
Gigapixel lohnt sich, wo Menschen nah ans Bild treten, wo die Druckerei es verlangt oder wo gezoomt wird. Sonst nicht.
Fragen
Was ist ein Gigapixel-Panorama?
Ein Bild mit mehr als einer Milliarde Bildpunkten, also über tausend Megapixeln. Eine einzelne Aufnahme einer heutigen Kamera hat einige Dutzend Megapixel; ein Gigapixel-Panorama wird deshalb aus Hunderten Einzelbildern zusammengesetzt, die von einem Standpunkt aus in Reihen fotografiert werden. Das Rundbild vom Set für Mammut «150 Peaks» besteht aus rund 280 Einzelbildern in elf Reihen.
Wie gross lässt sich ein Gigapixel-Panorama drucken?
Das hängt davon ab, aus welchem Abstand das Bild gesehen wird und was die Druckerei vorgibt. Aus zehn Metern unterscheidet das Auge rund 9 Bildpunkte pro Zoll (ppi), aus einem Meter rund 90. Damit lässt sich die Druckbreite ausrechnen: Breite in Metern = Pixelbreite × 0,0254 ÷ ppi. Ein Panorama von 60'000 Pixeln Breite reicht bei 100 ppi für gut 15 Meter, bei 50 ppi für rund 30 Meter. Verbindlich ist am Ende das Datenblatt der Druckerei.
Braucht ein Plakat Gigapixel?
Nein. Ein klassisches Strassenplakat kommt mit rund 35 Megapixeln aus, und auch grosse Schweizer Plakatformate verlangen je nach Druckvorgabe deutlich weniger als ein Gigapixel. Gigapixel braucht es, wo Menschen nah ans Bild treten, wo die Druckerei für grosse Flächen wie Fassaden eine hohe Auflösung verlangt, und für den Zoom.
Wie funktioniert der interaktive Zoom, wo läuft er, und wer betreibt ihn?
Das Panorama wird in Kacheln verschiedener Auflösung zerlegt, und der Bildbetrachter lädt jeweils nur den sichtbaren Ausschnitt. So läuft auch ein Bild von mehreren Gigapixeln flüssig im Browser, auf dem Smartphone oder an einer Bildstation mit Touchscreen, wie ab 2011 im Gletschergarten Luzern. Betrieb und Hosting werden im Auftrag geregelt. Wer einen eigenen Bildbetrachter einsetzt, erhält die Kachelpyramide auch separat.
Wie lange dauert die Aufnahme eines Gigapixel-Panoramas?
Am Standpunkt selbst oft nur Minuten. Zeit kosten der Weg dorthin, das Licht und das Wetter. Für das Rundbild vom Set bei Mammut «150 Peaks» blieben 15 Minuten; die Panoramen für den Gletschergarten Luzern entstanden nach Aufstiegen zu Fuss. Im Hochgebirge wird deshalb kein festes Datum vereinbart, sondern ein Wetterfenster. Verarbeitung und Druckdaten folgen danach.
In welchen Formaten werden die Daten geliefert?
Druckdaten als TIFF mit 16 Bit, als PSB oder als PDF/X-4. Farbraum und Massstab gibt die Druckerei vor, etwa ISO Coated v2. Für den Zoom gibt es eine Kachelpyramide im Format DZI oder IIIF. Vor der Produktion werden die Daten mit der Druckvorstufe abgestimmt.
Lassen sich aus einer Aufnahme mehrere Formate gewinnen?
Ja. Aus einer Gigapixel-Aufnahme lassen sich mehrere eigenständige Ausschnitte gewinnen, etwa für Wand, Banner, Zoom-Station und Web, ohne neue Aufnahme. Bei einem Gipfelpanorama sind es meist drei bis vier in Druckgrösse entlang des Horizonts, weil oben Himmel und unten Vordergrund liegen. Welche Ausschnitte sich eignen, wird im Konzept festgelegt.
Wer erscheint im Bild?
Erkennbare Personen nur mit ihrer Einwilligung, denn in dieser Auflösung sind auch Menschen in der Ferne zu erkennen. Bei Mammut «150 Peaks» war genau das gewollt: Jedes Gesicht der Formation bleibt erkennbar. Auf öffentlichen Plätzen werden Gesichter ohne Einwilligung vor der Publikation unkenntlich gemacht. Im Hochgebirge stellt sich die Frage selten.
Was unterscheidet ein Gigapixel-Panorama von einem virtuellen Rundgang und einem 360°-Video?
Ein Gigapixel-Panorama ist auf Grösse und Zoom ausgelegt: ein einzelnes Bild, das an der Wand, in der Rotunde oder an der Bildstation auch aus der Nähe überzeugt. Ein virtueller Rundgang verbindet mehrere Rundumbilder zu einem Weg durch Räume, ein 360°-Video zeigt einen Ort in Bewegung und mit Ton. Die Formate lassen sich kombinieren: Auch ein Rundgang kann aus hochaufgelösten Rundumbildern bestehen.
Wonach richtet sich der Preis eines Gigapixel-Panoramas?
Vor allem nach dem Standpunkt und dem Weg dorthin, nach Termin oder Wetterfenster und nach der geplanten Nutzung. Dazu kommen die Aufbereitung der Druckdaten und, falls gewünscht, ein Zoom samt Betrieb. Die Grösse der Fläche allein bestimmt den Preis nicht. Für eine Offerte genügen Ort, Fläche und Nutzung.