Räume und Installationen

Räume und Installationen

Ein Rundbild umgibt viele Menschen zugleich, ohne Brille: in der begehbaren Rotunde oder auf Wänden rundum, geplant mit Szenografie und Ausstellungsbau.

CONCEPT360 entwickelt für Museen, Besucherzentren, Bergstationen und Unternehmen begehbare Rotunden, Wände rundum und Bildstationen, an denen die Besucher Ausschnitte selbst wählen. Sechs begehbare Rotunden entstanden in vier Ausstellungen, die erste für das Schweizerische Nationalmuseum in Schwyz; für SRF folgte eine Installation im Zürcher Hauptbahnhof. Das Studio aus Winterthur besteht seit 2005 und begleitet solche Räume von der Aufnahme bis zur Installation.

Ihre Ausgangslage

Sie leiten ein Museum oder kuratieren eine Ausstellung, planen Szenografie und Ausstellungsbau, betreiben eine Bergbahn oder ein Besucherzentrum oder gestalten Räume in Kommunikation und Innenarchitektur.

  • Ihre Ausstellung eröffnet bald, der Raum ist noch leer.
  • Ihre Bergstation soll die Aussicht zeigen, auch bei Nebel.
  • Ihr Museum soll einen Gipfel oder Gletscher ins Haus holen.
  • Ihr Empfang oder Showroom soll zeigen, wofür Sie stehen.

Ein Projekt

Eggishorn «Der Berg im Bild»

Für die Ausstellung «Der Berg im Bild» entstand in der Bergstation des Eggishorns eine begehbare Rotunde von sechs Metern Durchmesser. Das Rundbild aus mehreren hundert Einzelbildern zeigt die Aussicht vom Aletschhorn, dem Viertausender jenseits des Aletschgletschers. Auf den Wanderwegen rund um das Eggishorn führten vier Bildboxen an die Standorte der frühen Fotografen; unter jedem Deckel lag deren historisches Bild, aufgenommen genau von diesem Punkt. Konzept und Inhalt der ganzen Ausstellung kamen aus dem Studio. Sie öffnete im Juli 2008 und lief mehrere Saisons.

  • AuftraggeberBergbahnen Fiesch-Eggishorn

Was ein Raum aus Bildern leistet

  • Gemeinsam schauen.

    Mehrere Menschen stehen im selben Bild und zeigen einander Details.

  • Die Aussicht ohne Aufstieg.

    Im Gletschergarten Luzern zeigten drei Rotunden Panoramen vom Titlis, aus dem Mont-Blanc-Gebiet und aus der Zermatter Bergwelt, alle zu Fuss erstiegen und eigens fotografiert.

  • Raum und Körper spielen mit.

    Am Digitaltag lag die Planke aus dem Bild als echtes Brett im Zürcher Hauptbahnhof, und eine Windmaschine liess die Böen spüren.

  • Drinnen beginnen, draussen weitergehen.

    In Stans stand die Rotunde im historischen Salzmagazin, ein Teil der Ausstellung lag auf dem Stanserhorn.

  • Das Tal von oben.

    Ein Rundbild aus der Luft gibt im Raum einen Überblick, den keine Aussichtsplattform bietet: über ein ganzes Tal, den Verlauf eines Grats oder die Lage eines Bauwerks im Gelände. Im Besucherzentrum ergänzt es die Aussicht vom Gipfel.

Weitere Arbeiten

  • Nationalmuseum «Alpenpanoramen»

    Schweizerisches Nationalmuseum

    eine begehbare Rotunde von zwölf Metern Durchmesser mit Rundumsichten von 15 Gipfeln. Nach Ernst A. Heinigers Swissorama im Verkehrshaus Luzern (1984) war sie eine der ersten Rundprojektionen der Schweiz.

  • Gletschergarten «Top of the Alps»

    Gletschergarten Luzern

    drei begehbare Rotunden bis vier Meter und eine Bildstation mit Touchscreen.

  • SRF / Digitaltag

    Schweizer Radio und Fernsehen SRF

    eine Installation im Zürcher Hauptbahnhof, 2018 erweitert. Idee und Produktionsleitung, umgesetzt mit Vision11.

Formate

  • Begehbare Rotunde

    ein Rundbild, gedruckt oder projiziert; umgesetzt mit vier, sechs und zwölf Metern Durchmesser.

    Gigapixel-Panorama
  • Panorama über alle Wände

    für Empfang, Showroom und Sitzungszimmer.

    Gigapixel-Panorama
  • Bildstation mit Touchscreen

    der Zoom im Raum.

    Gigapixel-Panorama
  • Installation zwischen Raum und Bild

    physische Elemente und digitales Bild in einem Aufbau.

    360°-Video
  • Stationen im Gelände

    Bildboxen am Wanderweg, ein zweiter Standort am Berg.

    Destinationsmarketing
  • Rundgang

    derselbe Ort online, vor oder nach dem Besuch.

    Virtueller Rundgang

Ablauf

  1. 01 Gespräch: Ort, Publikum und Grundriss.

  2. 02 Konzept: mit Szenografie und Ausstellungsbau; Format, Masse, Material, Licht.

  3. 03 Aufnahme: am Ort, bei passendem Wetter.

  4. 04 Produktion: Rundbild, Druck oder Projektion und Software.

  5. 05 Aufbau: mit dem Ausstellungsbau, Abnahme mit dem Haus.

  6. 06 Betrieb: Unterhalt, danach Abbau oder ein neuer Standort.

Rahmen

  • Projektionstechnik kommt von Technikpartnern oder von den Partnern des Hauses; Bildstationen samt Programmierung kann das Studio liefern.

  • Material, Statik und Brandschutz folgen den Vorgaben des Hauses.

  • Historische Bilder erscheinen nur mit den Rechten der Sammlung, erkennbare Personen nur mit Einwilligung.

  • Nicht jeder Inhalt braucht einen Raum. Manchmal erreicht eine Wand oder ein Film mehr.

Haltung

Hier wird das Bild selbst zum Raum.

Das Format folgt dem Ort und seinem Publikum.

Eine Brille kommt nur dorthin, wo jemand betreut.

Fragen

  • Was ist eine begehbare Rotunde?

    Ein runder Raum, auf dessen Innenwand ein Rundbild läuft, gedruckt oder projiziert. Die Besucher stehen in der Mitte und haben den Ort ringsum vor Augen. Die Form geht auf die Panoramen des 19. Jahrhunderts zurück; in Luzern zeigt das Bourbaki-Panorama seit 1889 ein solches Rundbild.

  • Wie viel Platz braucht eine begehbare Rotunde?

    So viel wie ihr Durchmesser, dazu einen Zugang und einen Weg rundherum. Umgesetzt wurden bisher Rotunden bis vier Meter im Gletschergarten Luzern, sechs Meter am Eggishorn und zwölf Meter in Schwyz. Eine Rotunde von sechs Metern hat rund 28 Quadratmeter Grundfläche; bei zwei Quadratmetern pro Person stehen gut ein Dutzend Menschen gleichzeitig darin.

  • Wovon hängt der Aufwand für eine begehbare Rotunde ab?

    Vor allem vom Durchmesser und davon, ob das Bild gedruckt oder projiziert wird. Dazu kommen die Aufnahme und der Weg zum Standpunkt, Bildstation und Software, Laufzeit und Unterhalt. Ist die Konstruktion so geplant, dass sie später ein neues Bild aufnehmen kann, verteilt sich der Aufwand auf mehrere Ausstellungen. Die Offerte folgt, sobald Grundriss, Termin und Ort feststehen.

  • Eignet sich eine begehbare Rotunde für Dauer- und Wanderausstellungen?

    Ja. Die Ausstellung am Eggishorn lief mehrere Saisons, jene im Gletschergarten Luzern rund zehn Monate. Auch ein Konzept kann weiterziehen: Das Ausstellungskonzept aus Schwyz wurde 2009 im Nidwaldner Museum in Stans weitergeführt, mit neuen Aufnahmen und einer eigenen Rotunde im historischen Salzmagazin. Bei einer Wanderausstellung werden Konstruktion, Bild und Station von Anfang an für Transport und Wiederaufbau geplant.

  • Wie wird eine Bildstation mit Touchscreen in den Raum eingebunden?

    Am besten dort, wo die Besucher ohnehin stehen bleiben, etwa neben dem Rundbild, dessen Ausschnitte sie zeigt. Am Bildschirm wählt jede Person Ausschnitt und Massstab; im Gletschergarten Luzern liessen sich so die Panoramen der Rotunden erkunden. Gerät und Software müssen den Betrieb ohne Aufsicht aushalten, das gehört ins Konzept. Wie der Zoom technisch funktioniert, steht beim Gigapixel-Panorama.

  • Welches Material, welcher Druck und welches Licht passen zu einer Rotunde?

    Das hängt vom Raum ab: Druck auf Textil oder Platten, hinterleuchtet oder angestrahlt, oder eine Projektion. Das Licht gehört zum Bild; Spiegelungen, Schatten der Besucher und die Farbe der Raumbeleuchtung werden im Konzept mitgeplant. Die nötige Auflösung ergibt sich aus dem Abstand, aus dem das Bild gesehen wird; die Rechnung dazu steht beim Gigapixel-Panorama.

  • Wie arbeitet das Studio mit Szenografie und Ausstellungsbau zusammen?

    Als Partner für Bild und Installation: Die Szenografie verantwortet Raum, Wege und Vermittlung, das Studio Aufnahme, Rundbild und Bildstation. In Schwyz arbeitete das Studio mit Ausstellungsarchitektur, Ausstellungsbau und Projektionstechnik zusammen, in Stans baute es die Rotunde selbst. Wie die Rollen verteilt sind, hängt davon ab, wer den Raum führt.

  • Was braucht eine Installation während der Laufzeit?

    Eine gedruckte Rotunde braucht wenig: Reinigung und einen regelmässigen Blick auf Bild und Licht. Eine Bildstation oder Projektion braucht Strom, einen täglichen Start und jemanden im Haus, der bei einer Störung weiss, was zu tun ist. Einführung, Wartung und Ersatzgeräte werden im Auftrag geregelt.

  • Eignet sich eine Rotunde auch für eine Bergstation oder für Stationen im Freien?

    Ja. Eine begehbare Rotunde funktioniert auch in einer Bergstation, und Stationen im Freien verlängern die Ausstellung nach draussen, wie am Eggishorn die Bildboxen am Wanderweg. Draussen gelten andere Anforderungen als im Museum: Material und Wartung müssen Wetter und Höhe standhalten. Das gehört von Anfang an ins Konzept.

  • Funktioniert ein Panorama auch in Empfang, Showroom oder Sitzungszimmer?

    Ja, über eine oder mehrere Wände. Bei Mammut zog sich ein Panorama vom Gipfel des Trugbergs über alle vier Wände eines Sitzungszimmers am Hauptsitz in Seon. Welche Auflösung eine solche Wand braucht, ergibt sich aus dem Abstand, aus dem sie gesehen wird.

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