Energie und Infrastruktur

Energie und Infrastruktur

Was im Berg, hinter der Staumauer und am Leitstand geschieht, für alle sichtbar machen.

CONCEPT360 in Winterthur öffnet für Betreiber von Kraftwerken, Staumauern, Tunneln und Leitzentralen in der Schweiz den Blick hinter die Kulissen, mit Freigaben, die vor der Aufnahme geklärt sind. Das Studio besteht seit 2005 und hat dort gedreht, wo der Zutritt streng geregelt ist: für SRF im Gotthard-Basistunnel, für Schutz & Rettung Zürich in der Einsatzleitzentrale am Flughafen Zürich.

Ihre Ausgangslage

Sie verantworten Kommunikation und Public Affairs, die Kommunikation eines grossen Vorhabens oder die Besucherdienste eines Energie- oder Infrastrukturbetreibers.

  • Ihre Anlage liegt im Berg, und Führungen sind begrenzt.
  • Die Gemeinde stimmt ab, bevor jemand den Ausbau gesehen hat.
  • Ihr Nachwuchs will die Arbeit sehen, doch sie liegt im Berg.
  • Leitstand und Schaltanlage sind nicht für jeden Blick bestimmt.

Ein Projekt

Observatorium mit Kuppel und verglaster Terrasse auf einem verschneiten Felsgrat, dahinter Gletscher und Gipfel

Blick / Jungfraujoch

Zwei Reportagen für die Blick VR App führten auf das Jungfraujoch; beide sind bis heute auf dem YouTube-Kanal von Blick zu sehen. In der ersten führen die Betriebsleiter durch die Forschungsstation bis hinauf zum Observatorium Sphinx und erzählen, wie der Klimawandel das Gebiet um den Aletschgletscher verändert. Die zweite zeigt die Jungfraubahn hinter den Kulissen, mit Interviews, unter anderem mit dem CEO. Die Anlage im Hochgebirge wird so von innen erzählt, durch die Menschen, die sie betreiben. Auftraggeber war das Medienhaus.

  • AuftraggeberRingier

Was ein Einblick leistet

  • Rundum, aus eigener Perspektive.

    Die Öffentlichkeit sieht eine Anlage, die sie sonst kaum betreten kann, als ganzen Raum und schaut sich selbst darin um.

  • Ein Vorhaben wird konkret.

    Ein Einblick ersetzt keine Argumente, aber er gibt der Diskussion eine gemeinsame Grundlage: Fachleute, Gemeinde und Öffentlichkeit sehen denselben Ort.

  • Massstab.

    Staumauer, Schacht und Stollen werden als Raum greifbar, auch für Menschen, die nie dort stehen werden.

  • Für alle, die nicht mitkommen.

    Schulklassen, ältere Menschen und Interessierte ausserhalb der Saison sehen, was sonst nur die Führung zeigt. Der Einblick ergänzt die Führung, er ersetzt sie nicht.

  • Über Jahre im Einsatz.

    Derselbe Einblick läuft im Besucherzentrum, an Infoanlässen, an Messen und online und lässt sich erneuern, wenn die Anlage wächst.

  • Die Anlage im Gelände.

    Eine Staumauer mit ihrem See, eine Leitung über den Pass oder ein Kraftwerk im Tal zeigen sich erst von oben als Ganzes. Ein Rundbild oder ein Flug aus der Luft gibt Gemeinde und Öffentlichkeit diesen Überblick. Geflogen wird mit Bewilligung und nach dem Plan des Betriebs.

Weitere Arbeiten

  • Schutz & Rettung Zürich / Rundgang

    Schutz & Rettung Zürich

    ein Rundgang bis ans Pult der Einsatzleitzentrale am Flughafen Zürich, gezeigt an Messen und online und genutzt in Schulungen.

  • SRF «Gotthard»

    Schweizer Radio und Fernsehen SRF

    im fertigen Basistunnel kurz vor der Eröffnung, aus der Luft an einem Kameraträger, den das Studio dafür mit tpc baute.

Formate

Ablauf

  1. 01 Gespräch über Anlage, Anlass, Zielgruppe und Einsatzorte.

  2. 02 Freigaben und Sicherheit: was gezeigt wird, wer freigibt, Begleitung und Instruktion.

  3. 03 Dramaturgie: Weg und Stationen durch die Anlage, mit Betrieb und Kommunikation.

  4. 04 Aufnahme nach dem Plan des Betriebs, aus der Luft mit Bewilligung.

  5. 05 Freigabe vor der Veröffentlichung, bei Bedarf in einer öffentlichen und einer internen Fassung.

  6. 06 Einsatz in allen Kanälen, erneuert, wenn die Anlage ausgebaut wird.

Rahmen

  • Was gezeigt wird, legen Betrieb und Sicherheit vor der Aufnahme fest und geben es vor der Veröffentlichung frei. Sicherheitsrelevantes bleibt ausserhalb des Bildes oder in einer internen Fassung.

  • Gezeigt wird der Ort, keine Botschaft. Kampagnen für oder gegen ein Vorhaben gehören nicht zum Angebot.

  • Mitarbeitende sind nur mit ihrer Einwilligung erkennbar.

  • Inspektion, Monitoring und Vermessung sind Sache der Ingenieurbüros, Überwachungsbilder Sache der Sicherheitsfirmen.

  • Visualisierungen geplanter Anlagen entstehen nur mit einem Partner und sind klar als Visualisierung gekennzeichnet.

Fragen

  • Was darf ein Blick hinter die Kulissen eines Kraftwerks zeigen?

    Genau das, was der Betreiber freigibt, und nicht mehr. Sicherheitsrelevante Bereiche, Beschriftungen und Bildschirme werden vor der Aufnahme festgelegt; sie bleiben ausserhalb des Bildes oder werden unkenntlich gemacht. Was nicht öffentlich werden soll, kann in einer Fassung für Behörden, Partner oder die Ausbildung bleiben.

  • Wer gibt bei einem Kraftwerk frei, was gezeigt wird?

    Eine Stelle des Betreibers, oft Sicherheit und Kommunikation gemeinsam, und zwar vor der Aufnahme und vor der Veröffentlichung. Ohne ihr Einverständnis erscheint nichts. Bei kritischer Infrastruktur gehören Begleitung und Instruktion zu jeder Aufnahme.

  • Für wen ist ein solcher Einblick gedacht?

    Für das Besucherzentrum, für Schulklassen, Infoanlässe und Medien, für Interessierte, die keine Führung besuchen können, und für den Nachwuchs. Gezeigt wird der Einblick im Browser, an einer Station, als Rundbild oder Projektion. Eine Brille kommt nur dort zum Einsatz, wo jemand betreut. Wie Arbeitgeber einen solchen Einblick für Lernende und Fachkräfte planen, steht unter Employer Branding.

  • Taugt ein Einblick zur Information vor einer Abstimmung?

    Ja, als sachliche Information; was dann gezeigt werden darf, bestimmen die Regeln, die für den Betreiber gelten. Der Einblick zeigt den Ort, keine Botschaft, und wer schaut, wählt die Richtung selbst. So wird ein abstraktes Vorhaben konkret, und auch Bedenken können sichtbar werden. Über die Zustimmung entscheiden das Vorhaben und das Verfahren, nicht das Bild.

  • Was, wenn die Anlage erst geplant ist?

    Dann zeigt der Einblick den Ort, wie er heute ist: den Standort, das Tal und die bestehende Anlage, aus der Sicht von Dorf, Alp oder Wanderweg. Vergleichbare Anlagen im Betrieb machen anschaulich, worum es geht. Ob die Planung als Visualisierung in die Rundsicht kommt, wird im Einzelfall entschieden, mit einem Partner und klar gekennzeichnet.

  • Lässt sich unter Tag und im laufenden Betrieb aufnehmen?

    Ja, nach dem Plan des Betriebs und mit Begleitung und Instruktion. Für SRF entstand «Gotthard» im fertigen Basistunnel, auf der Lok und im Schacht. Zeitfenster und Wege legt der Betrieb fest, damit die Anlage normal weiterläuft.

  • Was geschieht mit dem Einblick, wenn die Anlage ausgebaut wird?

    Das Studio erneuert ihn dort, wo sich etwas geändert hat. Sind die Stationen von Anfang an als Bausteine geplant, werden nach einem Ausbau nur einzelne Standpunkte ergänzt, etwa die neue Kaverne oder die erhöhte Staumauer, statt von vorn zu beginnen.

  • Lässt sich ein Einblick auch auf Französisch oder Italienisch zeigen, etwa für Romandie, Wallis und Tessin?

    Ja, in allen Landessprachen, die Gemeinden und Publikum sprechen, und aufgenommen wird dafür nur einmal. Pro Sprache entstehen eigene Texte, Stationen und Sprecherfassungen, im Wallis etwa deutsch und französisch. Fachbegriffe gibt der Betreiber in jeder Fassung frei, damit Infoanlass, Besucherzentrum und Website dasselbe sagen.

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