NPO und Stiftungen

NPO und Stiftungen

Gönnerinnen und Gönner fragen, was ihr Beitrag möglich macht. Die Antwort hat einen Ort.

CONCEPT360 in Winterthur entwickelt für Stiftungen, Hilfswerke und gemeinnützige Institutionen in der Schweiz Wirkungskommunikation, die an die Orte selbst führt: Rundgänge und Filme, die zeigen, wofür Beiträge eingesetzt werden. Das Studio arbeitet seit 2005; aus zwei Aufträgen entstanden die Rundgänge durch die Flotte der Schweizerischen Rettungsflugwacht Rega.

Ihre Ausgangslage

Sie verantworten Kommunikation, Fundraising oder den Gönnerservice einer Stiftung oder eines Hilfswerks, oder Sie sitzen in Geschäftsleitung oder Stiftungsrat.

  • Ihre Spender geben lieber für ein Projekt als für eine Marke.
  • Wer nicht spendet, zweifelt oft an der Wirkung der Hilfe.
  • Ihre Projekte liegen dort, wo kaum ein Gönner hinkommt.
  • Ihre Produktion muss vor Stiftungsrat und Gönnern bestehen.

Ein Projekt

Rega / Flotte

Rundgänge durch Ambulanzjet und Rettungshelikopter der Rega, in vier Sprachen: ins Cockpit und zu den Tragen, mit Erläuterungen zur medizinischen Ausrüstung. Die Rega nutzt sie auf rega.ch, im Rega-Center, an Messen und Anlässen sowie in Rekrutierung und Ausbildung. Mit einem zweiten Auftrag wurden sie 2025 und 2026 erneuert: Der Rundgang durch den H145 D3 kam neu dazu, der Jet erhielt eine neue Gestaltung. So bleibt ein Einblick über Jahre in mehreren Kanälen im Einsatz und wächst mit der Flotte.

  • AuftraggeberSchweizerische Rettungsflugwacht Rega

Was ein Einblick leistet

  • Ein Ort zu den Zahlen.

    Ein Rundgang führt in Räume, die Beiträge möglich machen: eine Kabine, eine Werkstatt, ein Haus. Gönnerinnen und Gönner können sich dort selbst umsehen.

  • Anteilnahme mit Würde.

    Ein Einblick weckt Anteilnahme und bleibt in Erinnerung. Gezeigt werden Mittel und Orte, nicht die Not, und wer erkennbar im Bild ist, hat zugestimmt.

  • Einmal aufgenommen, oft gezeigt.

    Dieselben Aufnahmen dienen über Jahre Website, Anlass, Besucherzentrum, Rekrutierung und Ausbildung. Ändern sich Fahrzeuge oder Räume, werden sie erneuert.

  • Ein Jubiläum an seinen Orten.

    Die Orte einer Geschichte lassen sich mit Texten verbinden, die dort zu hören sind, auch für alle, die nicht anreisen können.

Weitere Arbeiten

  • Kloster Fahr / Silja Walter

    Kloster Fahr

    Zum 100. Geburtstag der Dichterin wurden zehn Orte rund ums Kloster fotografiert und mit ihren Texten verbunden. SRF «Schweiz aktuell» berichtete im Mai 2019.

Formate

  • virtueller Rundgang

    Räume, Fahrzeuge und Orte, die man selbst begehen kann, mit Erläuterungen, Texten und Ton.

  • 360°-Video

    wenn ein Ablauf erzählt werden soll, etwa ein Arbeitstag an einem Ort, den Beiträge möglich machen.

Ablauf

  1. 01 Gespräch über Anlass, Zielgruppe, Orte und wer mitentscheidet.

  2. 02 Konzept: Orte, Texte, Sprachen und Kanäle, dazu Zugang und Einwilligungen.

  3. 03 Aufnahmen vor Ort, abgestimmt auf den Betrieb.

  4. 04 Postproduktion, Texte und Übersetzungen, Freigabe durch die Organisation.

  5. 05 Einsatz an Anlass, Website und Besucherzentrum; Erneuerung, wenn sich Orte ändern.

Rahmen

  • Für Organisationen mit einem Ort, der etwas erklärt: ein Fahrzeug, eine Hütte, ein Haus, ein Kulturgut.

  • Keine Mitleidsbilder. Aufnahmen von Menschen, denen die Organisation hilft, nur mit einem Einwilligungskonzept.

  • Spenderdaten braucht es dafür nicht.

  • Mitschnitte von Galas und Spendenläufen gehören nicht zum Angebot.

  • Manchmal ist ein gutes Foto im Jahresbericht die bessere Antwort. Auch das zeigt das erste Gespräch.

Fragen

  • Wie zeigt Wirkungskommunikation, was Beiträge möglich machen, ohne Betroffene vorzuführen?

    Sie zeigt Orte und Mittel statt Menschen in Not: eine Kabine, eine Trage, eine Werkstatt, ein Haus. Ein Rundgang durch solche Räume braucht niemanden vor der Kamera. Sollen Personen erscheinen, dann nur mit ihrer Einwilligung und nach einem klaren Freigabeprozess.

  • Ersetzt ein Einblick den Jahres- oder Wirkungsbericht?

    Nein, er ergänzt ihn. Die Zahlen bleiben im Bericht, der Einblick gibt ihnen einen Ort. Im gedruckten Bericht kann ein Link oder QR-Code zu den Räumen führen, von denen die Zahlen erzählen.

  • Spenden Gönnerinnen und Gönner mehr, wenn sie einen Ort gesehen haben?

    Das ist nicht verlässlich belegt. Belegt ist, dass solche Einblicke Anteilnahme wecken; ob daraus Spenden werden, zeigen Studien uneinheitlich. Ein Einblick gehört deshalb in eine Beziehung: an den Anlass, ins Gespräch, neben Bericht und Zahlen.

  • Wie lässt sich der Aufwand vor Stiftungsrat und Gönnern begründen?

    Über die Dauer und die Zahl der Einsätze: Eine Produktion dient über Jahre mehreren Kanälen. Die Rundgänge der Rega etwa laufen seit 2022 und wurden 2025 und 2026 erneuert. Was den Aufwand bestimmt, steht unter virtueller Rundgang.

  • Wo wird ein solcher Einblick eingesetzt?

    Dort, wo jemand gleich weiterfragen kann: am Gönner- oder Mitgliederanlass, im Besucherzentrum, an der Messe, im Gespräch über ein Legat. Online läuft der Einblick im Browser auf der eigenen Website, ohne Brille und damit auch für ältere Gönnerinnen und Gönner.

  • Wie lange vorher sollte ein Jubiläum oder ein Jahresbericht geplant werden?

    Am besten rund ein halbes Jahr vorher. Beim Kloster Fahr begann die Arbeit im Herbst 2018, für den 100. Geburtstag der Dichterin Silja Walter im April 2019. Früher anzufangen lohnt sich, wenn Zugang und Einwilligungen erst geklärt werden müssen.

  • Wann müssen Stiftungsrat und Datenschutz einbezogen werden?

    Stiftungsrat und Geschäftsleitung spätestens mit dem Konzept, der Datenschutz mit den Einwilligungen. Am Anfang stehen Kommunikation oder Fundraising und die Person, die den Ort öffnen kann. So sind Zugang und Freigaben geklärt, bevor aufgenommen wird.

Die meisten Aufträge beginnen mit einer Frage.
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