Prävention

Prävention

Risiken zeigen, ohne das Publikum in Gefahr zu bringen.

CONCEPT360 in Winterthur dreht Filme für Prävention und Unfallverhütung am Ort des Risikos, für Versicherer, Fachstellen und ihre Kampagnen. Drei Beispiele: AXA «One second away» vom Fahrersitz eines Crashtests der AXA-Unfallforschung, AXA «Xmas gone wrong» in einem der Brandhäuser von Schutz & Rettung Zürich und SRF «Achtung Lawinen» auf einer Skitour mit dem SLF. Das Studio besteht seit 2005. Gefilmt wird nur, wo Fachleute das Risiko kontrollieren, und was beim Publikum ankommt, entscheidet die Dramaturgie.

Ihre Ausgangslage

Sie arbeiten in Prävention oder Unfallforschung, in Kommunikation oder Kampagne, oder in einer Fachstelle, die das Risiko kennt: Feuerwehr, Lawinenforschung, Verkehrssicherheit.

  • Christbäume, Lawinen, Verkehr: Ihre nächste Kampagne steht an.
  • Ihr Crashtest findet einmal statt, gezeigt werden soll er oft.
  • Ihr Inhalt muss in jedem Saal und an jeder Messe wirken.
  • Ihr Kurs braucht Anschauung vom Kursraum bis ins Gelände.

Ein Projekt

Grünes Auto mit zerstörter Front und Aufschrift «AXA.ch», dahinter ein beschädigter dunkler Wagen

AXA «One second away»

Der Film begleitet einen Crashtest der AXA-Unfallforschung vom Fahrersitz aus bis zur Sekunde des Aufpralls und zeigt denselben Moment aus weiteren Blickwinkeln. Gedreht wurde bei einem Crashversuch in Wildhaus. Nach der Premiere an den AXA-Crashtests 2016 in Dübendorf lief der Film an Messen, an mindestens 40 Präventionsanlässen und auf YouTube. 2017 erhielt AXA dafür an der IAA in Frankfurt den OttoCar Award in der Kategorie «Verkehrssicherheit und Unfallverhütung».

  • AuftraggeberAXA

Was ein Film für die Prävention leistet

  • Das Risiko zeigen, ohne es herbeizuführen.

    Der Crash fand einmal statt, bei einem Versuch der Unfallforschung, und das Wohnzimmer brannte einmal, in einem Brandhaus. Zeigen lassen sich beide, so oft es nötig ist.

  • Die Kraft sichtbar machen.

    Eine Statistik nennt Geschwindigkeiten. «One second away» zeigt, welche Kraft ein Zusammenstoss schon bei mässigem Tempo hat.

  • Anteilnahme, die in Erinnerung bleibt.

    Ein Ort, an dem man selbst stand, weckt Anteilnahme und bleibt in Erinnerung. Was das Publikum daraus mitnehmen soll, muss die Dramaturgie vermitteln.

  • Eine Ergänzung zu Kurs und Übung.

    Das SLF setzt «Achtung Lawinen» in seinen Kursen ein. Der Film führt vom Planungstisch bis in die Abfahrt und ergänzt die Übung im Gelände.

Weitere Arbeiten

  • AXA «Xmas gone wrong»

    AXA

    Ein Christbaumbrand, gedreht mit Schutz & Rettung Zürich in einem ihrer Brandhäuser. Zu Weihnachten lief der Film in den sozialen Medien von AXA.

  • SRF «Achtung Lawinen»

    Schweizer Radio und Fernsehen SRF

    Ein Lehrfilm zur Lawinenprävention, koproduziert von SRF und dem SLF: Lawinenexperte Stephan Harvey erklärt auf einer Skitour die 3×3-Methode.

Formate

  • 360°-Film

    für den Moment, der sich nicht wiederholen soll: in der VR-Brille am Anlass, im Browser und auf dem Smartphone.

    360°-Video
  • Station an Anlass und Messe

    Brille, Projektion oder Bildschirm, je nach Publikum, Alter und Betreuung.

    Messeauftritt
  • Virtueller Rundgang

    für Orte, die das Publikum vorab kennen soll, etwa ein Einsatzfahrzeug oder einen Fluchtweg.

    virtueller Rundgang

Ablauf

  1. 01 Erstes Gespräch: Risiko, Publikum, Einsatzorte, Fachstelle.

  2. 02 Dramaturgie mit der Fachstelle: was gezeigt wird und was nicht, in welcher Reihenfolge und mit welcher Botschaft am Schluss.

  3. 03 Dreh unter Kontrolle: Crashtest, Brandhaus oder Gelände, mit Fachleuten und mehreren Kameras.

  4. 04 Fassungen: Station, Kurs, Social Media, Sprachen; fachliche Abnahme.

  5. 05 Einsatz: Premiere, Anlass-Serie, Messe, Kurs, online.

Rahmen

  • Für Versicherer, Fachstellen für Unfallverhütung und Brandschutz, Lawinen- und Bergsportprävention sowie Organisationen der Verkehrssicherheit.

  • Verletzte werden nicht vorgeführt. Personen erscheinen nur mit Einwilligung, und die Fachstelle nimmt jede Fassung ab.

  • Versprechen über Verhalten oder Unfallzahlen macht das Studio nicht.

  • Interaktive Simulationstrainings mit Software gehören nicht zum Angebot.

Fragen

  • Wie realistisch darf ein Film für Prävention und Unfallverhütung sein?

    So realistisch, wie die Botschaft es verlangt, und nur so weit, wie Fachleute das Risiko kontrollieren. Bei «One second away» war der Crash ein echter Versuch der AXA-Unfallforschung; bei «Xmas gone wrong» brannte ein eigens eingerichtetes Wohnzimmer ein einziges Mal, in einem Brandhaus von Schutz & Rettung Zürich. Gezeigt werden die Kraft des Aufpralls und das Tempo des Feuers, keine Verletzten.

  • Schreckt ein drastischer Film nicht eher ab?

    Ein Präventionsfilm soll betroffen machen, nicht überwältigen. Wie weit er geht, legt die Dramaturgie mit der Fachstelle fest: wie nah die Kamera kommt, wie lange eine Szene dauert und was danach folgt, am Anlass das Gespräch, im Kurs die Übung. Die Forschung zu immersiven Medien belegt vor allem, dass sie Anteilnahme wecken. Dass ein Film das Verhalten ändert, verspricht das Studio nicht.

  • Für welche Zielgruppen und welches Alter eignet sich das?

    Für jedes Publikum, das eine Gefahr kennen soll, bevor es ihr begegnet, mit Format und Dramaturgie für genau dieses Publikum: etwa Autofahrerinnen und Autofahrer, Haushalte vor Weihnachten, Tourengängerinnen und Tourengänger vor der Saison. Für VR-Brillen gelten die Altersangaben der Hersteller. Für Kinder und gemischtes Publikum eignen sich Projektion, Bildschirm oder Smartphone, und wie drastisch eine Szene sein darf, entscheidet die Fachstelle mit.

  • Wo wird ein Präventionsfilm eingesetzt?

    Dort, wo das Publikum ohnehin ist: an Präventionsanlässen und Messen, in Kursen und zur Saison in den sozialen Medien. «Xmas gone wrong» lief zu Weihnachten online bei AXA, «Achtung Lawinen» bei SRF Meteo und in den Kursen des SLF. Wie eine Station an Anlass und Messe betrieben wird, steht unter Messeauftritt.

  • Wie arbeitet das Studio mit Fachstellen zusammen?

    Die Fachstelle bringt das Wissen und den kontrollierten Ort mit, das Studio Dramaturgie, Aufnahme und Fassungen. Bei «One second away» kam der Crashtest von der AXA-Unfallforschung; Konzept und Umsetzung entstanden gemeinsam mit AXA. Bei «Xmas gone wrong» stellte Schutz & Rettung Zürich eines ihrer Brandhäuser zur Verfügung. «Achtung Lawinen» ist eine Koproduktion von SRF und dem SLF; das Studio drehte den Film im Auftrag von SRF, mit Lawinenexperte Stephan Harvey vor der Kamera.

  • Lässt sich die Wirkung messen?

    Messbar ist vor allem die Nutzung: Anlässe, Personen an der Station, Aufrufe online. Ob ein Kurs mit dem Film mehr Wissen vermittelt, kann die Fachstelle mit eigenen Tests prüfen. Weniger Unfälle oder ein verändertes Verhalten einem einzelnen Film zuzuschreiben, ist seriös nicht möglich, deshalb verspricht das Studio es nicht.

  • Wie lange vor der Kampagne beginnt die Planung?

    So früh, dass die Saison den Dreh noch zulässt. Ein Lawinenfilm braucht Schnee und läuft deshalb oft erst im Winter nach dem Dreh; «Achtung Lawinen» stellte SRF Meteo im November 2018 vor. Ein Film über Christbaumbrände muss vor Weihnachten fertig sein, und bei Crashtests, Brandhäusern und Kursen geben die Termine der Fachstellen den Takt vor.

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